Tourstopp Berlin

Tourstopp Berlin

Es war einfach nur verrückt, der ganze Tag, unser Publikum, die Gäste und Freunde, die Stimmung... So viele Wochen und Monate hatten wir für diesen Tag gearbeitet, Matti sogar vier Jahre lang. Und dann kam sie, seine, unsere Premiere.

Unvergessen, wie wir ewig draußen vor dem großen Saal standen, 500 Leute passen dort rein. Zweimal sollte er an diesem Abend ausverkauft sein. Wir redeten irgendwann nicht mehr viel. Diese Aufregung, was für ein Begleiter und dennoch gut, dass keiner von uns damit alleine klar kommen musste. 'Ihr seid doch Profis' hörten wir immer mal. Mhm, eher nicht. Wir sind Freunde und machen Kino, das befreit uns nicht vom Lampenfieber. „Matti, du musst mal was essen und was trinken. Hier, geile Limo, Zucker Diggie, du brauchst mal Zucker“ aka Matti, schmier mir jetzt nicht ab...

Und dann kam Max, unser Ansprechpartner ausm Babylon. Es geht los. Vorbei am vollbesetzten Saal. Zwei Mikrofone. Und dann, Applaus. Großartiger Moment und unvergessen. Es folgten zwei Reden, eine etwas länger, eine etwas kürzer und immer wieder Applaus, Applaus und die vielen „Matti, Matti“ - Rufe ausm Saal. Was für eine Szene, und was für ein geiler Blick.

Glückseliger hätten wir uns danach kaum fühlen können. Glückselig und zufrieden, saß der eine von uns im menschenleeren Foyer und genoss die Ruhe, der andere im Kino 1 bei seinem Film. Unser Publikum war gut versorgt, ein sehr beruhigendes Gefühl.

Alles verrückt.

Ein enger Freund schrieb uns am nächsten Tag folgende SMS:

Danke nochmals für diesen Film gestern. Es war mir wirklich eine Freude ihn zu sehen. Ich wusste wirklich nicht, was da auf mich zukommt und hatte eher einen klassischen Graffiti-Film erwartet. Aber stattdessen wurde es ein sehr spezieller Roadtrip durch das wundersame Osteuropa. Trübseligkeit statt Augenwischerei. Klamauk, Charme und Unentschiedenheit statt dicke Hose. Ganz nah dran und doch so wunderbar distanziert und durchdacht. Ich hatte Sympathien für die Jungs und dennoch nie das Bedürfnis dabei sein zu müssen. Der Kinosessel hat mir gereicht um zu erahnen, was da vor sich geht. Am Ende bleiben dennoch ein paar Sehnsüchte: auf das Reisen im Allgemeinen, auf Osteuropa im Besonderen und auf weitere Filme von Matti Cordewinus. Liebe Grüße und bis bald.

Danke, dass wir das erleben und machen dürfen.

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Danke an die gesamte Babylon Crew des Abends (Stefan, Max, Lina, Julia, Anja, Elisabeth), Danke an Barbara und Timothy und natürlich Danke an unser grandioses Publikum sowie die vielen UnterstützerInnen und SpenderInnen, die das hier alles möglich gemacht haben aka beste Subkultur der Welt.

Wir sehen uns in Bremen! Oder in Hamburg, Magdeburg, Rostock, ….
Alle weiteren Infos findet ihr auf unserer Grenzgebiet-Tour-Seite.

Bis gleich,
Eure Tour-Gang!

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